Was ist Rollhockey?
Je fünf SpielerInnen stehen einander gegenüber und versuchen mit speziellen Rollhockeyschlägern einen Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Sieger ist die Mannschaft, welche nach 2 x 25 min. die meisten Tore erzielt.
Die Sportart wird auf allen Kontinenten der Erde praktiziert und ist insbesondere in Südeuropa und Südamerika ein Publikumsmagnet wie Eishockey
in Deutschland.
Fernsehen nicht wegzudenken. In Deutschland spielen Rollhockeyteams vor ca. 300 – 500 Zuschauern.
Lokale TV-Sender wie Center.TV und der WDR (Lokalzeit NRW) interessieren sich für die Top-Spiele der
Bundesliga und des Pokals.
Wer guckt Rollhockey?
Wer ein Spiel erlebt hat, ist vom Virus infiziert. Der internationale Zuschauer ist männlich, 14- 59 Jahre mit hohem Interesse an Sport und Medien (Fernsehen, Internet). In Deutschland begeistert Rollhockey Erwachsene zwischen 20 und 49 Jahren, wobei der Anteil der weiblichen Fans im Vergleich zu anderen Ballsportarten mit etwa 50% sehr hoch ist. Durch den sportlichen Erfolg und die ausgeprägte Jugendarbeit sind die Spielerinnen auch bei Kindern und Jugendlichen zu Idolen geworden.
Rollhockey in Deutschland
In Deutschland wird Rollhockey bereits seit einigen Jahrzehnten auf sehr hohem Niveau gespielt. Im Damenbereich ist in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung zu beobachten, die sich in der Zunahme der aktiven Spielerinnen, an der Verbesserung der Jugendarbeit und in der Qualität deutscher Mannschaften im internationalen Vergleich zeigt.
In vielen Länder, in denen Rollhockey ein fester Bestandteil der Kultur ist, haben die Rollsportverbände zu Begin der 90er Jahre langsam damit angefangen neben ihren Herrenteams auch Damenmannschaften zu akzeptieren und nationale oder regionale Meisterschaften auszurichten. Im Vergleich dazu nimmt Deutschland geradezu eine Vorreiterrolle ein, denn hier wurde bereits in den Jahren 1985/86 der erste offizielle Meistertitel vergeben.
An der ersten Bundesligasaison nahmen acht Mannschaften teil. Glücklicher erster Deutscher Meister war der SCC Eldagsen. In den darauf folgenden Jahren nahm die Anzahl der Damenmannschaften im gesamten Bundesgebiet kontinuierlich zu und so wurde eine zweite Bundesliga ins Leben gerufen um jungen Mannschaften den Einstieg zu erleichtern und zu garantieren, dass nur die stärksten Teams in der ersten Bundesliga um den Titel kämpfen.


SCC Eldachsen TuS Düsseldorf Nord
Deutsche Meister 1986 - 2011
| 1986 | SCC Eldagsen | 2000 | RSC Cronenberg | ||
| 1987 | MTV Celle | 2001 | RSC Cronenberg | ||
| 1988 | MTV Celle | 2002 | TuS Düsseldorf - Nord | ||
| 1989 | MTV Celle | 2003 | RSC Cronenberg | ||
| 1990 | MTV Celle | 2004 | RSC Cronenberg | ||
| 1991 | SCC Eldagsen | 2005 | RSC Cronenberg | ||
| 1992 | SCC Eldagsen | 2006 | SK Germania Herringen | ||
| 1993 | SCC Eldagsen | 2007 | RSC Cronenberg | ||
| 1994 | SCC Eldagsen | 2008 | RSC Cronenberg | ||
| 1995 | SCC Eldagsen | 2009 | TuS Düsseldorf Nord | ||
| 1996 | SCC Eldagsen | 2010 | RSC Cronenberg | ||
| 1997 | Vfl Marl-Hüls | 2011 | RSC Cronenberg | ||
| 1998 | SC Bison Calenberg | 2012 | |||
| 1999 | RSC Cronenberg | 2013 |
Einige Jahre lang wurde, um der hohen Dichte an Mannschaften in Nordrhein-Westfalen gerecht zu werden, neben der nationalen Bundesliga eine regionale Meisterschaft ausgespielt. Diese Meisterschaft war meldeoffen und wurde auch von Mannschaften, die bereits in der Bundesliga spielten, dazu genutzt ihren jüngeren Spielerinnen Praxis zu verschaffen.
Zusätzlich zum Meistertitel wird seit 1994 jährlich der Pokal des DRIV ausgespielt. Die Teilnahme am Pokal ist freiwillig und meldeoffen für Mannschaften der zweiten und ersten Bundesliga. Per Losentscheid werden die Paarungen der Spiele vom Achtel- bis zum Halbfinale bestimmt, die jeweils im KO-Verfahren erfolgen. Die letzen beiden verbleibenden Teams treffen in bis zu drei Finalspielen aufeinander. Sieger ist das Team, das zwei Spiele für sich entscheidet.


SKG Herringen RSC Cronenberg
Pokalsieger 1994 – 2009
| 1994 | SCC Eldagsen | 2004 | RSC Cronenberg | ||
| 1995 | SCC Eldagsen | 2005 | RSC Cronenberg | ||
| 1996 | RSC Cronenberg | 2006 | SK Germania Herringen | ||
| 1997 | RSC Cronenberg | 2007 | RSC Cronenberg | ||
| 1998 | SC Bison Calenberg | 2008 | RSC Cronenberg | ||
| 1999 | SC Bison Calenberg | 2009 | TuS Düsseldorf Nord | ||
| 2000 | RSC Cronenberg | 2010 | RSC Cronenberg | ||
| 2001 | TuS Düsseldorf Nord | 2011 | RSC Cronenberg | ||
| 2002 | RSC Cronenberg | 2012 | |||
| 2003 | TuS Düsseldorf Nord | 2013 | |||
| 2004 | RSC Cronenberg | 2014 |
Für die Saison 2011/2012 sind in der Bundesliga insgesamt 13 Teams gemeldet. Am Pokal nehmen in diesem Jahr sechs Mannschaften teil.
Rspvgg Herten I
RspvGG Herten II
RHC Recklinghausen
RC de Lichtstad
RSC Darmsstadt
RSC Cronenberg
TuS Düsseldorf Nord
SC Bison Calenberg
SG IG Moskitos Remscheid
HSV Krefeld Hüls
ERG Iserlohn
Weil viele der Spielerinnen, die auf den U-19 Meisterschaften gegeneinander antreten, auch in den Senioren Mannschaften ihrer Vereine spielen, ist es zeitlich nicht möglich eine kontinuierliche Liga einzurichten. Stattdessen treffen alle Juniorinnenmannschaften nur einmal im Jahr aufeinander und entscheiden an einem einzigen Kräfte zehrenden Wochenende, wer von ihnen als deutscher Meister den Heimweg antritt.
TuS Düsseldorf Nord TV 1875 Paderborn
Juniorinnenmeister 1998 – 2011
1999 TuS Düsseldorf-Nord 2006 TV Paderborn
2000 RSC Cronenberg 2007 TV 1875 Paderborn
2001 TuS Düsseldorf-Nord 2008 TV 1875 Paderborn
2002 SK Germania Herringen 2009 RSC Cronenberg
2003 SK Germania Herringen 2010 RSC Cronenberg
2004 SK Germania Herringen 2011 SC Bison Calenberg
Im internationalen Vergleich zeigen die Erfolge deutscher Teams auf Freundschaftsturnieren und bei offiziellen Wettkämpfen, dass es im Damenbereich kein unüberwindbares Leistungsgefälle zwischen den Ländern gibt.
2007 qualifizierten sich gleich drei deutsche Vereine zur Teilnahme an der Endrunde des Europapokals. Erfolgreichster deutscher Vertreter war am Ende die Mannschaft des SK Germania Herringen, die sich im europäischen Kräftemessen der Clubs die Bronzemedaille sicherte.
SKG Herringen beim Gewinn der Bronzemedaille beim Europapokal 07
Seit einigen Jahren sind deutsche Spielerinnen auch auf dem internationalen Rollhockeymarkt begehrt. Allein im aktuellen Kader der Nationalmannschaft finden sich vier Spielerinnen, die bereits ein- oder mehrmals von Talentsuchern in ausländische Profiligen beordert wurden.
Christina Klein 2001/02 – 2005/06 Gulpilhares (Portugal)
seit 2006/07 Biesca Gijon (Spanien)
Laura La Rocca 2008 Bigues i Riells (Spanien)
Caro Reinert 2005 Bigues i Riells (Spanien)
Maren Wichardt 2001/02 Bigues i Riells (Spanien)
2009 - 2011 Bigues i Riells (Spanien)
