Jahresrückblick 2011


Damen-Nationalmannschaft

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft durfte als Jahreshöhepunkt im deutschen Damen-Rollhockey nach 12 Jahren (1999 in Springe) erstmals wieder eine Heim-Europameisterschaft absolvieren. Vom 25. – 29. Oktober spielte das Team von Mike Neubauer, welcher sein Comeback an die Bande der Nationalmannschaft gab, in der rappelvollen Alfred-Henckels-Halle in Wuppertal-Cronenberg um EM-Medaillen. Nach einer Woche voller Höhen und Tiefen ließ sich das Team am letzten Turniertag nach einem 5:2-Sieg über Vizeweltmeister Frankreich die Bronzemedaille um den Hals hängen. Deutschland verpasste nach einem Sieg über die Schweiz, einer Niederlage gegen die späteren Europameisterinnen aus Spanien und einem 3:3-Unentschieden gegen Portugal aufgrund des schlechteren Torverhältnisses denkbar knapp die Silbermedaille.
Bei der Siegerehrung wurde Mike Neubauer als der erfolgreichste deutsche Trainer aus der Nationalmannschaft verabschiedet.




Juniorinnen-Nationalmannschaft

Nach der Altersherabsetzung von U-20 auf U-18 blieben mit Naomi Lückenhaus und Annika de Beauregard nur zwei Spielerinnen im Team welche, bereits im Vorjahr EM-Erfahrung sammeln konnten. Damit bestand die Hauptaufgabe des Trainer-Duos Klein und Wichardt darin, ein neues Team zu formieren und junge Spielerinnen zu integrieren. Die jungen Damen zeigten über das gesamte Jahr eine rasante Entwicklung und lassen für die Zukunft auf sich hoffen. Zu Jahresende besteht der Kader aus neun talentierten Spielerinnen sowie drei Torfrauen. Eine Europameisterschaft fand in dieser Altersklasse allerdings in diesem Jahr nicht statt. Das Team suchte in Trainingspielen gegen Düsseldorf (Jugend und Damen), Walsum (Jugend), Cronenberg (Jugend), Iserlohn (Damen) erste Erfahrungen im Nationaltrikot zu sammeln.




U-15 Sichtung

U-15 Trainer Mike Neubauer rief den weiblichen Nachwuchs des deutschen Rollhockeys zu Beginn des Jahres zusammen. Rund 30 Mädchen aus ganz Deutschland fanden den Weg in die Alfred-Henckels-Halle nach Wuppertal und zeigten ihr Können. Neubauer sieht die Entwicklung positiv, fordert aber weiterhin die Vereine auf sich grade im Jugendbereich stärker auf den weiblichen Nachwuchs zu fördern „nur so haben wir langfristig eine Chance unser Seniorenteam in der Weltspitze zu halten und weiter Medaillen zu gewinnen“.




Europapokal

Im Jahr 2011 vertraten mit dem RSC Cronenberg, dem TuS Düsseldorf Nord und dem RSC Friedlingen gleich drei Mannschaft Deutschland im Europapokal. Während Düsseldorf im Viertelfinale am RSC Friedlingen scheiterte und Cronenberg sich an Arenys de Munt die Zähne ausbiss, schaffte es der RSC Friedlingen bis ins Final-Four, musste sich dort jedoch gegen die späteren Meisterinnen aus Voltrega sowie Arenys de Munt geschlagen geben. Auch die deutsche Nationaltorhüterin Christina Klein schaffte es mit ihrem spanischem Verein Biesca Gijón ins Final-Four. Im Endspiel unterlagen die Austurianerinnen dann jedoch in der Verlängerung denkbar knapp mit 2:1.


Bundesliga

In der 1. Bundesliga konnte der RSC Cronenberg in beeindruckender Weise zum wiederholten Male den Titel gewinnen. Die Dörper Cats ließen bis zum Ende nichts anbrennen.
In der 2. Bundesliga feierte der SC Bison Calenberg die Meitsrschaft vor der Spielvereinigung  IGR Moskitos,  ein junges Team welches erstmals am Meisterschaftswettbewerb teilnahm und sich insgesamt beachtlich schlug.

Nach abgelaufener Saison setzten sich die Vertreter der Damen-Mannschaften Deutschlands an einen Tisch, um über eine veränderte Struktur der Damen-Bundesliga nachzudenken. Ziel war es, dass deutsche Damen-Rollhockey attraktiver zu gestalten und so das Niveau langfristig zu heben. Als Ergebnis einigten sich die Vereine und der Verband darauf, die Saison 2011/2012 in einer großen Liga mit Qualifiikations- und Finalrunde auszuspielen. Zudem wurde die Einhaltung eines Ehrenkodexes angeregt, welcher die Vereine dazu anhält Kantersiege zu vermeiden. Ebenfalls neu die Gastspielerregelung: Eine weibliche Jungendspielerin kann als Gastspielerin in einem anderen Verein in einer Mädchen- bzw. Damen-Mannschaft spielen, sofern es im eigenee Verein keine gibt.



Pokal

Die Damen-Mannschaft des RSC Cronenberg sicherte sich im Jahr 2011 den Pokal und sorgte somit nach dem gewinn der Deutsche Meisterschaft für das Double.

Für die Saison 2011/2012 haben sich insgesamt nur sechs Mannschaften für den Pokal-Wettbewerb eingeschrieben, sodass die ersten Spiele erst im Frühjahr 2012 stattfinden.